Eidechse sitzt auf einem Stein

sonnt sich und ist ganz allein

 Da kommt ein anderer geflogen,

 kommt von etwas weiter oben.

 

 Setzt sich auf den Rebstock nieder

 schüttelt erst mal sein Gefieder

 Brauner Vogel, schwarz und weiß,

 den Kamm aufgestellt voll Stolz und Fleiss.

 

"Vogel, geh mir aus dem Licht

 dein Farbenkleid sticht meines nicht.

 Ein Smaragd glänzt in der Sonne

 mein grün, türkis ist reine Wonne.

 Schneller laufen kann ich auch als du

 komm Wiedehopf lass mich in Ruh."

 

"Warum so garstig hup hup hup,

ich Eurem Groll kaum Anlass bot.

Eidechse nehmt euch in Acht

ein Turmfalke hat sich aufgemacht.

Wenn Ihr euren hübschen Schwanz verliert,

Ihr kaum mehr neben mir brilliert."

 

Die Eidechse sich so dann geschwind- besinnt.

  

"Du hast wohl recht du Vogeltier

bleib halt sitzen neben mir.

Verzeih den Gram und meinen Neid

zu dieser schönen Sommerszeit.

Lass uns geniessen unsere Plätze

wir beid sind Kaiserstühler Schätze."